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Im Jahr 2024 stieg der weltweite Energieverbrauch um 2,2 %, was über dem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 1,3 % in der vorherigen Dekade liegt. Ein Hauptfaktor für den Anstieg waren intensive Hitzewellen, insbesondere in China und Indien. Diese führten zu einem erhöhten Einsatz von Klimaanlagen, was den Stromverbrauch signifikant steigerte. Ein weitere Hauptfaktor ist das Thema technologische Entwicklungen. Die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen und der Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz erhöhten den globalen Strombedarf.
Es gab Veränderungen im Energiemix. Der Ausbau von Solar- und Windenergie erreichte ein Rekordniveau, wobei diese Quellen zusammen mit der Kernenergie erstmals 40 % der globalen Stromerzeugung ausmachten. Der Anteil des Erdöls am globalen Energieverbrauch fiel erstmals unter 30 %. Dennoch stieg der Verbrauch von Erdgas, insbesondere in Schwellenländern, während der Kohleverbrauch durch die erhöhte Stromnachfrage ebenfalls zunahm.
Schwellen- und Entwicklungsländer trugen mehr als 80 Prozent zum Anstieg des Energieverbrauchs bei. Aber auch in den Industrieländern wurde ein Verbrauchsanstieg um fast 1 Prozent verzeichnet.
Die Nachfrage nach Strom stieg am signifikantesten an, denn der Bedarf an Strom lag 4,3 Prozent höher als im Jahr davor. Insgesamt entfielen damit drei Fünftel des gesamten Anstiegs des weltweiten Energiebedarfs auf den Stromsektor. Ein Großteil davon fiel auf den Verbrauch von Klimaanlagen, denn 2024 war ein Rekordhitzejahr. Es war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. In den besonders betroffenen Ländern China, Indien und USA stieg deshalb der Stromverbrauch durch Klimaanlagen. Die stromintensive Fertigung und die Digitalisierung im Zusammenhang mit KI sowie ein steigende Zahl von Rechenzentren sind weitere Gründe für den erhöhten Stromverbrauch.
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